Mit neugierigen Blicken und einer spürbaren Portion Begeisterung trafen sich die Teilnehmenden des Vogelgrundkurses von Pro Riet zum Abschlussabend im Naturmuseum St. Gallen – eine besondere Gelegenheit, die Welt der Vögel aus einer anderen Perspektive zu entdecken.
An diesem Abend gab es viel zu staunen: Vogeleier in allen Grössen, Formen und Farben, von winzig bis gross, von schlicht bis kunstvoll gepunktet. Daneben konnten Federn, Schädel und zahlreiche Präparate aus nächster Nähe betrachtet werden – Details, die draussen in der Natur oft verborgen bleiben.
Beim Rundgang durch die Ausstellung tauchten immer wieder bekannte Arten auf, die im Verlauf des Kurses behandelt worden waren. Da sass der Kormoran, dort das Wintergoldhähnchen, etwas weiter der Kleiber. Vögel, die vor wenigen Monaten noch unbekannt waren, konnten nun sicher bestimmt werden. Dabei wurden Erinnerungen an gemeinsame Exkursionen wach: an frühe Morgenstunden im Riet, an Vogelstimmen im Wald und an die ersten Erfolgserlebnisse beim Bestimmen.
Der Vogelgrundkurs umfasste fünf Theorieabende und fünf Exkursionen. Schritt für Schritt lernten die Teilnehmenden die 75 häufigsten Vogelarten kennen, trainierten ihr Gehör für Gesänge und schärften ihren Blick für Merkmale im Feld. Am Abschlussabend wurde deutlich, wie viel Wissen und Begeisterung in den vergangenen Monaten gewachsen sind.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigten, dass der Kurs weit mehr als Artenkenntnisse vermittelt hat. Die Freude am Beobachten und die Faszination für die Vogelwelt waren deutlich spürbar. Oder wie es eine Kursteilnehmerin treffend formulierte: «Man geht heute mit ganz anderen Augen und Ohren durch die Landschaft.»
So endete der Vogelgrundkurs mit vielen neuen Erkenntnissen, schönen Erinnerungen und der Gewissheit, dass künftig kaum mehr ein Zwitschern am Wegesrand unbemerkt bleiben wird.




