Die Kiebitze sind zurück im Bannriet!

Gute Nachrichten aus dem Bannriet: Dieses Jahr gab es gleich vier Bruten des stark gefährdeten Kiebitzes. Seit 1998 hat dieser auffällige Vogel mit dem markanten Federschopf rund um das Bannriet nur noch sehr selten gebrütet. Umso erfreulicher ist die diesjährige Entwicklung.

Hoffnung für den Kiebitz

Der Kiebitz hat in der Schweiz schwierige Zeiten hinter sich. In den 1970er-Jahren gab es noch über 1’000 Brutpaare. 2005 wurde mit nur 83 Paaren ein trauriger Tiefststand erreicht. Dank gezielter Schutzprojekte konnte sich der Bestand inzwischen wieder stabilisieren und liegt heute bei rund 200 Brutpaaren.

Diese positive Entwicklung zeigt, wie wichtig gezielte Massnahmen zum Schutz gefährdeter Arten sind.

Gemeinsam für die Natur

Kiebitze sind Bodenbrüter und benötigen eine offene, strukturreiche Landschaft mit feuchten Bodenstellen. Im Bannriet fanden sie in diesem Jahr geeignete Bedingungen unter anderem auf Ackerflächen.

Der Verein Pro Riet Rheintal hat die Bruten intensiv begleitet und dabei eng mit den Landwirten sowie der Naturschutzgruppe «Alta Rhy» aus Diepoldsau zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig das gemeinsame Engagement von Landwirtschaft, Naturschutz und lokalen Organisationen für den Erhalt der Biodiversität ist.

Bitte Abstand zu den Brutplätzen halten

Wer Kiebitze beobachten möchte, sollte unbedingt genügend Abstand zu den Brutplätzen und Gelegen halten. Bitte niemals zu den Gelegen laufen.

Der Grund: Unsere Spuren können eine Duftfährte hinterlassen, der Füchse folgen können. Sie können dadurch die Gelege entdecken und ausräumen. Mit genügend Abstand können wir verhindern, dass die Kiebitze unnötig gestört und ihre Bruten gefährdet werden.

Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme und Ihren Beitrag zum Schutz der Kiebitze.

Vier Bruten sind ein erfreuliches Zeichen für die Biodiversität im Rheintal. Der Erfolg zeigt, dass sich Schutzmassnahmen lohnen und gemeinsames Engagement einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seltener Arten leisten kann.

Beitragsbild: © Dominic Frei